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1. Hallo Robert, wie geht es Dir? |
| Mir geht es sehr gut. Mein abendliches Seminar an der Uni geht zu Ende, sodass jetzt mehr Zeit für Freizeitaktivitäten bleibt und natürlich für Reisen nach Nürnberg. |
| 2.Erzähl unseren Lesern doch bitte kurz wie du zum Post SV Nürnberg gekommen bist und wie lange du in Gelb-Blau gekickt hast! |
| Im September 2002 bin ich nach Nürnberg gezogen bzw. in den Stadtteil Erlenstegen. Nachdem sich der Post-SV als geographisch nähester Verein zu meiner Wohnung herauskristallisiert hat und von der Klasse akzeptabel erschien (damals Nr. 1 in der Kreisliga), ist die Entscheidung für den Post-SV leicht gefallen. Nach zwei Aufstiegen in Folge musste ich meine Laufbahn leider verletzungsbedingt (Achillessehne) nach zwei Jahren in der BOL im Jahr 2006 (Rückrunde) beenden. |
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| 3. Und wie kam es genau zum Umzug nach Bielefeld? |
| Meine Frau hat an der Uni Bielefeld eine unbefristete Stelle bekommen. |
| 4. Wie lebt es sich in Ostwestfalen? |
| Gute Frage... aufgrund meiner bisherigen Arbeitsbelastung kann ich dazu noch nicht viel sagen. Die Leute gelten hier eher als verschlossen, was dem fränkischen Stereotyp sehr nahe kommt. Allerdings kann ich beides nicht bestätigen, da ich in Nürnberg und Bielefeld sehr offene und herzliche Menschen getroffen habe. Das Umland ist mir noch gänzlich unbekannt und die Stadt hat viele nette Ecken. Natürlich vermisse ich meine Freunde in Nürnberg, die fränkische Küche und die mitterlalterliche Architektur.. |
| 5. Der Kabarettist und Schriftsteller Hans-Dieter Hüsch (leider schon verstorben) sagte einst über seine Landsleute aus Westfalen: /"Der Niederrheiner ist überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären. Umgekehrt: Wenn man ihm etwas erklärt, versteht er nichts, sagt aber dauernd: Is doch logisch. Und wenn er keinen Ausweg mehr weiß, steigert er sich in eine ungeheure Assoziationskette hinein. Er kann zum Beispiel in wenigen Sätzen von Stefan Askenase, dem berüchtigten Chopinspieler, auf die Narkoseschwester Gertrud kommen."/ Kannst Du das bestätigen? |
| Nein. |
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| 6. Warst du schon auf der Alm bzw. in der SchücoArena? |
| Natürlich!! Ich spiele ja in der alten Liga von Arminia Bielefeld, da "muss" man auch mal ins Stadion gehen. Es ist wirklich ein super Stadion und ohne Laufbahn, absolut nah am Spielgeschehen und eine tolle Atmo. Leider geht es jetzt in die zweite Liga. |
| 7. Müssen wir Dich eigentlich schon beim nächsten Zusammentreffen mit 'Herr Doktor' begrüßen? Wie sieht Dein derzeitiges berufliches Umfeld aus? |
Müssen nicht, aber können. Seit Mai ist es offiziell und ich darf mich so betiteln.
Ich arbeite bei einer städtischen Tochergesellschaft in Bielefeld.. |
| 8. Reduzieren wir Dich auf Deinen Körper! Ein Hals wird Dir wahrscheinlich in Ostwestfalen nicht gewachsen sein, aber wir fragen uns, wie fit ist der Stölner, der uns allen bekannte Asket, für den bei den Kabi-festen extra immer das dreifach gedinkelte Brot gekauft werden musste? |
Natürlich bin ich topfit. Mein Sportasthma habe ich zwar immer noch, aber meine läuferischen Leistungen waren und sind immer noch erste Sahne. Nicht umsonst trug ich den Spitznamen die "Gazelle". Meine Fußballlaufbahn habe ich übrigens bei Arminia Bielefeld fortgesetzt. Der Zeitungsartikel von damals war korrekt, nur leider nicht in der Bundesliga, sondern in der Alten Liga Ü-32. Das Niveau im Training und bei den Tunieren ist wirklich sehr hoch, immerhin geht es manchmal gegen Ex-Profis, wie z.B. Büskens und Feinbier (Ex-Fürther).
Die geringere Trainingsbelastung bekommt meiner Achillessehne auch ganz gut und dank guter Einlagen habe ich die Schmerzen im Griff, sodass ich hier voll angreifen kann. . |
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9. Blick zurück an den Sportpark-Ebensee! Welche schönen Erinnerungen drängen sich vor und auf welche Situationen hättest du gut verzichten können?
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Auf den Sportpark-Ebensee zu gehen war immer ein Erlebnis. Dem Auge zeigte sich grüner Rasen, kurz geschnitten und wohltuender Rasengeruch stieg in die Nase, der Puls beschleunigte sich und man wollte gleich gegen den Ball treten - eine super Anlage bis auf den Kunstrasenplatz.
Auf meine zwei Nasenbeinbrüche hätte ich gerne verzichten können. |
| 10. Gibt es eine Person in der alten Heimat die Du besonders vermisst? |
| Viele! |
| 11. Verliebt und frisch verheiratet bist Du ja mit der amtierenden Europameistern (Anmerk. d. Red.: seine Frau Marta ist gebürtige Spananierin). Wie bereitet Ihr Euch auf das Großturnier 2010 in Südafrika vor? |
| Die letzte EM war schon wirklich sehr hart für mich. Ich leider heute noch, da die Sieg über Deutschland das ein oder andere Mal erwähnt wird. Trotz meines Leidens muss ich ja zugeben, dass Spanien zurzeit die beste Mannschaft hat trotz Niederlage beim Confed. Cup (ein Lichtblick :-)). Auf die WM 2010 werde ich mich akribisch vorbereiten und möglicherweise Jogi noch ein paar Tipps zur spanischen Manschaft zumailen. Ich hoffe, Deutschland spielt nicht gegen Spanien. Dies wäre für unseren Hausfrieden ganz gut. |
| 12. Willst du abschließend noch ein paar Worte an unsere Leser richten? |
| Bei Post-SV hat mir das Kicken sehr viel Spaß gemacht und die Zeit beinhaltet für mich viele unvergessliche Erinnerungen, besonders mein Tor im entscheiden Aufsstiegspiel für die Bezirksliga... war einfach geil. Manch Unwissende fragen sich heute noch, wie der Ball ins Tor gerollt ist, aber es handelte sich wirklich um einen strammen Schuss. |
| vielen dank fuer das gespraech und weiter viel erfolg. |
06.07.2009 |
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